Heute war wirklich eine komische Nacht. Nicht genug damit, dass ich um 4 Uhr morgens aufgewacht und nicht mehr eingeschlafen bin, nein. (Man muss dazu wissen, dass ich 14 Stunden durchschlafen kann ohne besondere Erschöpfung) Zu allem Überfluss hatte ich das Gefühl ich werde regelrecht gezwungen, ein Buch zu schreiben. Es kommt mir so vor als wäre es schon halb fertig in meinem Kopf. Dieses Gefühl habe ich sonst nur bei Artikeln, die ich auch gern kurz vorm Einschlafen formuliere. Während es mir bei normalen Dingen aber leicht fällt, irgendwann zu sagen: „jetzt ist schluss jetzt wird geschlafen!“ konnte ich heute Nacht einfach nicht mehr aufhören, weiterzuformulieren.
Worum es gehen soll: Schon länger ist mir aufgefallen, dass ich eine recht einfache Lebensphilosophie verfolge, die außer mir nur leider keiner für sich anwendet. Dabei geht es um generelle Lebensfragen wie zum Beispiel: Was ist meine Aufgabe in diesem Leben? An was kann ich eigentlich glauben? Bin ich wirklich Christ? Oder bin ich nur aus Bequemlichkeit Christ? Gibt es Lehren die mich mehr ansprechen?
Ich denke Menschen beschäftigen sich immer erst mit diesen Themen wenn ihnen ein Schicksalsschlag passiert. Dann ist das gejammer und gefrage groß und man sucht und sucht nach Gleichgesinnten. Warum also nicht ein paar Fragen VORHER abklären?
Je mehr Leute ich gefragt habe, an was sie eigentlich so glauben desto mehr fing ich an mich zu wundern: Viele Leute beschäftigen sich einfach niemals mit den wirklich essentiellen Fragen! Dabei kann man so viele Dinge für sich selbst klären und sich damit ein ganz individuelles Glaubensgerütst bauen, auf das man dann später aufbauen kann.
Ich denke ich werde mal sehen ob ich heute Nacht wieder so „genervt“ werde. Am Schluss kam es mir so vor als würde Ramaha mir aus einer in Zukunft existierenden Version meines Buchs vorlesen weil ich ja jetzt noch nicht weiß, was ich mal geschrieben haben werde (mein Gott was es für Zeitformen gibt). Sogar das Cover und die Überschrift konnte ich deutlich erkennen und der Text klang auch sehr nach mir…..
so long…
TJ
Ich bin ja so gespannt auf dieses Buch.
Aber das mit dem sich-wenig-beschäftigen ist kein neues Phänomen denke ich. Heute hat man nur noch weniger Zeit, weil noch mehr Ablenkungsmöglichkeiten als früher, um sich mit solchen Fragen zu beschäftigen.
Und vieles von dem, was solche Fragen aufwerfen könnte, wird bewußt wegzudrücken versucht: Sterben, Tod, Krankheit. Wie sagte Ramaha? Sie starb im Krankenhaus, wie so viele in dieser Generation.